Das Weib, 1920


Wie beinahe auf allen 1920 in und um Seeburg entstehenden Bilder zeichnet sich auch dieses Gemälde durch einen kargen Vordergrund aus und durch weite kahle Hügel, die nur von wenigen schräg stehenden Bäumen besetzt sind. Zwischen der kargen Berglandschaft und den buntfarbig gekleideten Protagonisten besteht ein reizvoller Kontrast. Eine aufsteigende Sonne hüllt die Szenerie in ein geradezu sakrales Licht.

Die nur von einem schmalen blauen Band umhüllte nackte Dame erinnert in Gestik und Mimik an „Noli me tangere“-Darstellungen des auferstandenen Jesus. Seitlich des Aktes knien zwei Männer, einer mit einem Heiligenschein und einem Krummstab.


Werkangaben:
Das Weib, 1920
Öl auf Papier, 81 x 67,5 cm
links unten monogrammiert und datiert
Privatbesitz

Literatur:
Werksverzeichnis Gauss Nr. 175; Hans-Jürgen Imiela 1990 mit Abb. auf S.81


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